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Kirchentagssonntag

Kanzeltausch für den Ökumenischen Kirchentag

Es hätte auch 2021 in Frankfurt so schön sein können wie hier in Dortmun beim  Kirchentag 2019. Doch dann kam Corona. Bischof Georg Bätzing und Kirchenpräsident Volker Jung beim Abschlußgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2019.

Es hätte auch 2021 in Frankfurt so schön sein können wie hier in Dortmund beim Kirchentag 2019. Doch dann kam Corona. Bischof Georg Bätzing und Kirchenpräsident Volker Jung beim Abschlußgottesdienst des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2019.

Der Kirchentagssonntag hat Appetit auf den bevorstehenden Ökumenischen Kirchentag im Mai gemacht. Kirchenpräsident Volker Jung ist sich sicher: Glaube geht auch digital. Und Bischof Georg Bätzing will neue Perspektiven ausloten.

In Hessen und Rheinland-Pfalz haben Dutzende Gemeinden den traditionellen Kirchentagssonntag begangen, der auf das Glaubenstreffen im Sommer einstimmen soll. Vom 13. bis 16. Mai soll der Ökumenische Kirchentag digital und dezentral vom Standort Frankfurt aus gefeiert werden. Dabei gab es aauch evangelisch-katholische Kanzeltausche.

Kirchenpräsident Jung in Bischofskapelle Limburg: Wir suchen Gottes Nähe auch in der digitalen Welt

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, betonte in der Limburger Bischofskapelle bei einem Online-Gottesdienst, dass der Glaube auch digital seine Kraft entfalten könne. Mit Blick auf den bevorstehenden Ökumenischen Kirchentag, der angesichts der Corona-Einschränkungen vornehmlich im Internet stattfinden wird, sagte Jung: „Es gibt es viele Menschen, die Sehnsucht haben – nach Gottes Nähe, die Halt gibt, die zurechtbringt, die gesund macht“. Die Suche nach Gottes Nähe in der Begegnung mit Jesus Christus habe auch ihren Platz „in unserer digitalen Welt“.  

Jung ging auch auf die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie ein und die Suche  nach einer hoffnungsvollen Perspektive. Derzeit bestehe weiter die Angst, krank zu werden oder die berufliche Existenz zu verlieren, so Jung. Das Leitwort des Kirchentags „Schaut hin“  verweise auf Jesus Christus und die Stärke, die von dem Glauben an ihn ausgehen könne. Jung: „Gottes Kraft fängt an, in uns zu wirken, wenn wir genau hinschauen. Wenn wir sehen, was uns geschenkt und gegeben ist, und wenn wir anfangen, das miteinander zu teilen. Dann werden Wunder wahr!“

Zur Yotube-Übertragung und Aufzeichnung der Feier aus Limburg hier 

Präses Oelschläger in Frankfurt: Hoffnung auf gemeinsames Abendmahl

Der hessen-nassauische Präses der Kirchensynode Ulrich Oelschläger ging am Sonntag in einer ökumenischen Feier in der Frankfurter Bethlehemkirche auf die Chancen für eine wechselseitige Einladung zum Abendmahl ein. „Schon die biblische Speisung der 5000 sprengt alle sozialen, ethnischen und religiösen Grenzen“, sagte Oelschläger. „Alle sitzen gemeinsam im grünen Gras, zwar nicht an einem Tisch, aber in Gemeinschaften zu hundert und fünfzig, wie es im Judentum dieser Zeit geläufig war“, so der Präses. Mit Bezug auf den Ökumenischen Kirchentag fügte er hinzu: „Die Eucharistie, das Abendmahl, ja wir feiern es gemeinsam, zusammen, wenn auch an verschiedenen Tischen. Möge dieser Ökumenische Kirchentag uns den Weg dahin führen, dass wir die Tische eines Tages wieder zusammenrücken können.“

Bischof Bätzing in Lutherkirche Wiesbaden: Perspektiven wahrnehmen 

Der Limburger Bischof Georg Bätzing erinnerte in der Wiesbadener Lutherkirche an das Leitwort des Kirchentags „schaut hin” und daran, dass die „Wirklichkeit immer vielgestaltig, mehrdimensional und selten nur eindeutig ist.“ Es sei wichtig, unterschiedlichste Perspektiven wahrzunehmen. Bätzing: „Für mich ist das eine der schönsten Erfahrungen im ökumenischen Miteinander, und es spiegelt ihren Reichtum wider.“ Mit Blick auf die Ökumenische Zusammenarbeit sagt er: „Wenn wir das Wort Gottes miteinander teilen, dann sind wir Kirche, dann sind wir beides, Werkzeug und Zeichen der Gottesherrschaft in unserer Zeit.“

Bischof Kohlgraf in Darmstadt: Gemeinsame Verantwortung

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hob in seiner Predigt in dem Ökumenischen Gemeindezentrum in Darmstadt-Kranichstein am Sonntag die geistlichen Wurzeln des Engagements beim Ökumenischen Kirchentag hervor. Wörtlich sagt er: „Der Ökumenische Kirchentag bringt auch in der veränderten Form die Themen des Friedens, des demokratischen Miteinanders und der gemeinsamen Verantwortung für die Schöpfung zur Sprache. Es wäre jedoch eine Verkürzung, wenn man diese politische Agenda von den geistlichen Wurzeln trennen würde. Die Quelle, aus der wir schöpfen wollen, ist der Glaube an Gott, der uns in Jesus Christus begegnet. Wir werden auch in der jetzigen Form gemeinsam beten und das Wort Gottes hören und in uns aufzunehmen versuchen. Aber dieser Glaube will gelebt werden, die Nahrung weitergegeben und die Quelle muss zu einem Fluss werden, an dem Leben gedeihen kann. Wir wollen auch unsere Hoffnung auf einen Gott weitergeben, dessen Möglichkeiten jedes menschliche Maß und jede menschliche Grenze überschreiten.“

Bischöfin Hofmann und Bischof Gerber: Neu wahrnehmen und Blick verändern

In der Kaufunger Stiftskirche griffen auch die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, sowie der Fuldaer Bischof Michael Gerber das Leitwort des Kirchentags auf. „Schaut hin, das heiße: „Schaut hin und nehmt wahr, was schon da ist. Hier geht es nicht um einen Blick der abschätzt, taxiert und verurteilt, sondern um einen Blick, der wertschätzt, der Möglichkeiten entdeckt und das noch unentdeckte Potenzial sieht“, sagt Bischöfin Hofmann. Bischof Gerber ergänzt: „Dieses „Schaut hin“ sei nicht einfach nur Leitwort einer nach jetziger Planung digital stattfindenden Veranstaltung. Nein, dieses Wort Jesu hat das Potential, uns gerade jetzt, in dieser Zeit herauszufordern. Es hat die Kraft, unsere Haltung zu prägen und unseren Blick auf die Welt zu verändern.“

Erzpriester Radu Constantin Miron in Frankfurt: Ort der Begegnung schaffen

Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und Mitglied des Gemeinsamen Präsidiums des 3. ÖKT predigte am Sonntag in der Evangelischen Matthäuskirche an der Frankfurter Messe. Er freue sich „auf den Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt, selbst wenn dieser nun in veränderter Form stattfindet“, sagte er. Vertreter und Vertreterinnen der ACK hätten von Anfang  an in den verschiedenen Projektkommissionen mitgearbeitet. Ein besonderes Augenmerk habe dabei auf der „ACK-Polis“ gelegen, „einem einzigartigen Ort der Begegnung und des ökumenischen Lernens, der die multilaterale Ökumene unseres Landes präsentiert.“

Überblick Gottesdienste zum Ökumenischen Kirchentagssonntag

Wo Gottesdienste gefeiert wurden, die vielfach digital aufgezeichnet und weiter abrufbar bleiben, zeigt eine spezielle Karte: www.oekt.de/oekt-sonntag.

 

 

 

 

 


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